Erstfreigabe: Juli 2005
| Gewindereparatur mit HELICOIL® plus Getreu dem Motto: “Wo gehobelt wird, da fallen Späne”, werden beim Schrauben auch Gewinde beschädigt oder zerstört. Da das Schrauben für viele Motorradfahrer fast genau so wichtig ist wie das eigentliche Fahren, liegt es auf der Hand, dass dieses Problem im Umgang mit Motorrädern vorkommt. Warum kommt es überhaupt zur Beschädigung oder Zerstörung von Gewinden bei der Schraubenmontage oder -demontage:
Die Firma Böllhoff Verbindungstechnik GmbH aus Bielefeld bietet hierzu HELICOIL® plus-Drahtgewindeeinsätze zur Gewindereparatur in verschiedensten im Motorradbereich verwendeten Abmessungen an. Die Handhabung dieser HELICOIL® plus-Drahtgewindeeinsätze zur Gewindereparatur soll in den folgenden einzelnen Schritten am Beispiel einer Gewindereparatur am Motor einer “DUCATI 900 SS” erläutert werden. Wie hinlänglich bekannt, sind diese Motoren relativ wartungsintensiv, d.h. das Ventilspiel muss häufig eingestellt werden. Dazu muss die Verkleidung des Nockenwellenantriebes entnommen werden. Im vorliegenden Beispiel führte das nach häufigen Wartungsvorgängen dazu, dass eines der Gewinde der Abmessung M6 zur Befestigung der Abdeckkappen beschädigt und somit unbrauchbar geworden war (siehe Bild 1). Der 1. Schritt ist das Ausbohren des beschädigten Gewindes auf den vorgegebenen Kerndurchmesser für das HELICOIL®-Aufnahmegewinde. Möglicherweise muss auch noch der Rest einer abgebrochenen Schraube entfernt werden, was in diesem Fall zum Glück nicht erforderlich ist. Für die Gewindereparatur verwenden wir ein HELICOIL® plus-Repairkit für die Abmessung M6 x 9, d.h. die Gewindeeinsätze dieses Repairkits sind geeignet für die Gewindereparatur mit einer Nennlänge des Gewindes von 9 mm (Repairkit-Foto, siehe. Bild 2). Dieses Repairkit beinhaltet einen Kernlochbohrer, den HELICOIL®-Gewindebohrer, das HELICOIL®-Einbauwerkzeug (eine einfache Einbauspindel) und 20 HELICOIL® plus-Drahtgewindeeinsätze aus hochkorrosionsbeständigem Stahl der Legierung 1.4301 mit einer Festigkeit von mehr als 1.400 N/mm². Ein solches Repairkit kostet 42,95 € und ist im Fachhandel erhältlich. Die Repairkits sind in den Abmessungen von M2 bis M36 und auch in amerikanischen Inch-Abmessungen von UNC 2-56 bis UNC 1 ½” – 6 (einschließlich UNF - Gewinde) lieferbar. Als nächster Schritt wird das HELICOIL®-Aufnahmegewinde mit dem beiliegenden HELICOIL® plus-Gewindebohrer geschnitten (siehe Bild 3). Um zu vermeiden, dass Späne in Gewindebohrungen hinein fallen, ist es sinnvoll, den Gewindebohrer vor dem Gewindeschneiden in Fett zu tauchen, damit die Späne weitestgehend am Gewindebohrer haften bleiben. Im vorliegenden Fall ist das unkritisch. Es handelt sich um ein Gewinde am Aussenbereich des Motors, so dass das Gewinde bequem mit Druckluft ausgeblasen werden kann. Nach dem Entfernen der Späne wird der HELICOIL® plus mit der HELICOIL® plus-Einbauspindel montiert. Dieses gestaltet sich durch die HELICOIL® plus-Technologie sehr einfach. Der HELICOIL® plus wird mit der Spindel wie eine Schraube in das vorbereitete HELICOIL® plus-Aufnahmegewinde eingedreht (siehe Bild 4). Nach der Montage des HELICOIL® plus-Drahtgewindeeinsatzes wird der Einbauzapfen gebrochen. Der abgebrochene Mitnehmerzapfen kann mit dem Einbauzapfen, wenn man ihn zuvor in etwas Fett getaucht hat, bequem aus einem Sackloch entfernt werden. Bei der Reparatur von Durchgangsbohrungen muss Obacht gegeben werden, wo denn der Zapfen hinfällt, damit er nicht im Inneren empfindlicher Motorenmechaniken verbleibt. Die so beschriebene Gewindereparatur ist innerhalb von zehn Minuten ohne “Schweiss-Aufwand” zu realisieren und zeigt somit auch die Einfachheit der Gewindereparatur mit HELICOIL® plus. Es soll nicht vergessen werden zu erwähnen, dass wir nach der Reparatur mit HELICOIL® plus ein um ein Vielfaches tragfähigeres Gewinde erzeugt haben als das Originalgewinde, d.h. wir haben ein Gewinde nicht nur wieder “hingeflickt” (repariert), sondern letztendlich seine Qualität deutlich verbessert. Durch den HELICOIL® plus-Drahtgewindeeinsatz aus Edelstahl haben wir nun ein sehr verschleißfestes und korrosionsbeständiges Gewinde erzeugt, so dass zukünftige Wartungsarbeiten diesem Gewinde nichts mehr anhaben können. Es liegt auf der Hand, dass es durchaus sinnvoll ist, Gewinde, die man häufig benutzen möchte und benutzen muss, von vornherein mit HELICOIL® plus auszurüsten. Das kann an dem Motorrad mit den HELICOIL® plus-Repairkits geschehen. In der Serie wird das von vielen Herstellern bereits vorgenommen. So ist zu erwähnen, dass am Motor dieser “DUCATI 900 SS” serienmäßig vier HELICOIL® plus-Drahtgewindeeinsätze montiert sind, nämlich die Gewinde im Aluminiumzylinderblock zur Befestigung der Umlenk- und Spannrollen der Nockenwellenzahnriemen. HELICOIL® plus wurde eingesetzt, um diese Verschraubungen hochfest und verschleißfest für die Wartungsarbeiten auszurüsten. Verantwortlich: Dipl.-Ing. Andreas Marxkors Böllhoff Verbindungstechnik GmbH, Archimedesstr. 1-4, 33649 Bielelfeld Tel. 0521/44 82- 675, Fax -93 675, amarxkors@boellhoff.com Beleg erbeten an: Böllhoff Werbeleitung Wolfgang Sönel Archimedesstr. 1-4 33649 Bielefeld Textdownload: Gewindereparatur mit HELICOIL® plus (ca 4.776 Zeichen inkl. Leerzeichen) | Bild 1: Arbeitsschritte zur Gewindereparatur mit HELICOIL® plus. |