orange square Technologie

Man kann den HELICOIL® plus ansetzen wie eine Schraube, ihn eindrehen, ohne die sonst übliche Werkzeughülse und der darin befindlichen Vorspannpatrone. Das Eindrehen geschieht nur noch mit einer Einbauspindel, die in der Bauform nicht größer ist als ein Gewindebohrer.
Als Antrieb für die Spindel dient das Windeisen (wie für Gewindebohrer) oder sonst übliche Werkzeuge aus Nusskästen mit Ratschenschlüssel. Für besonders tief liegende Gewindereparaturen kann die Spindel ebenso wie ein Gewindebohrer auch mit einer Verlängerung versehen werden. Der HELICOIL® plus wird dann soweit auf die Spindel gedreht, bis die Mitnehmernase den Zapfen erfaßt hat. Dann kann er – auch senkrecht, ohne abzufallen – tief an die Reparaturstelle geführt und eingeschraubt werden. Eine sichere Instandsetzung ist gewährleistet. Die Einbautiefe ist immer so zu wählen, daß die letzte eingezogene Drahtwindung unter der ersten Lastflanke des Aufnahmegewindes liegt. Dieser Vorgang ist während des Einschraubvorganges frei einsehbar und deshalb ist kein Anschlagring zur Begrenzung der Einbautiefe, wie bei maschinellen Werkzeugen, notwendig. Die grüne Farbgebung erleichtert die Identifikation im eingebauten Zustand. Bei verdeckt liegenden Reparaturstellen hilft eine einfache Markierung auf der Einbauspindel.
Durch diese Maßnahmen öffnen sich weitere Einsatzgebiete im Reparaturbereich mit HELICOIL®, wo sonst Spezialausführungen notwendig waren.
Das bewährte HELICOIL® System ist dadurch noch flexibler geworden und läßt überall dort, wo eine Schraube hinpaßt, auch eine Instandsetzung zu.

HELICOIL® plus Gewindeeinsätze entsprechen vielen Anforderungen und Normen aus Industrie, Luft- und Raumfahrt. Dieses sind u. a.: DIN 8140, DIN 65536, EN 2944, LN 9039, LN 9490. Weitere Normen auf Anfrage.
Werkstückvorbereitung
  • Kernlochbohren
    Es werden handelsübliche Spiralbohrer verwendet. Wenn angesenkt oder entgratet wird:
    max. Ansenkungsdurchmesser ≤ Gewindeaußendurchmesser DHC
  • Gewindeschneiden
    Zum Schneiden des HELICOIL® plus Aufnahmegewindes sind systembestimmte Original HELICOIL® Gewindebohrer zu verwenden. Auswahlempfehlungen für geeignete Hand- und Maschinen-Gewindebohrer sind unter Verarbeitung aufgeführt. Die Lehrenhaltigkeit des Aufnahmegewindes ist mit HELICOIL® Gewindegrenzlehrdornen zu prüfen. (Grenzlehrdorne finden Sie unter HELICOIL® plus - Verarbeitung)
  • Gewindeformen
    Spanloses Herstellen von Innengewinden durch Gewindeformer ist heute bei vielen Werkstoffen eine rationelle Fertigungsmethode, so auch für HELICOIL® plus. (Gewindeformer finden Sie unter Verarbeitung)

Fim startenHELICOIL® plus - Aufnahmegewinde schneiden
Einbauvorgang
  • Gewindeeinsatz einlegen
    Der Einbau ist mit Hand- und maschinellen Einbau-Werkzeugen oder Einbau-Automaten möglich. Der HELICOIL® plus Gewindeeinsatz wird mit seinem Mitnehmerzapfen nach unten auf die Einbauspindel aufgeschraubt (3A), in die Vorspannpatrone eingelegt (3B) oder auf das Überwurfwerkzeug aufgesteckt (3C) und das Gerät auf die Gewindebohrung gesetzt.
  • Einbauen
    Durch Drehen des Gewindedorns (4A), der Spindel (4B) bzw. des Überwurfwerkzeuges (4C) von Hand bzw. Auslösen des Antriebs wird der Gewindeeinsatz eingedreht. Er ist mit min. 0,25 P unter die Oberfläche einzubauen.
    Film starten HELICOIL® plus für Abmessungen > M16 (4C)
  • Zapfenbrechen
    Um ein Durchgangsgewinde zu schaffen, wird der Mit- nehmerzapfen an der Kerbe abgebrochen. Dies geschieht mit einem Zapfenbrecher (5A und 5B). Bei Gewinden ab M 14 Fein- und Normalsteigung kann der Mitnehmer- zapfen mit einer Spitzzange entfernt werden (5C). Bei Grundloch- gewinden kann das Entfernen unterbleiben, wenn die maximale Einschraubtiefe t3 der Schraube beachtet wird.
Fim starten HELICOIL® - Zapfenbruch mit Hammer und Dorn (5A)
Prinzipien
Spindel
Vorspannpatrone
HELICOIL®
Kundenbauteil mit Aufnahmegewinde
Fim starten HELICOIL® - Classic - Einbauprinzip (4B)
HELICOIL® plus
Spindel
Kundenbauteil mit HELICOIL® Aufnahmegewinde


letzte Änderung dieser Seite am 03.07.2006